
Deutschland steht unter Schock: Die militanten Umweltaktivisten von Extinction Rebellion haben mit den Worten des Reformators Martin Luther in der Hand einen Aufruf zur Revolution gestartet. Die Lage spitzt sich immer weiter zu, während die Medien vermelden, dass auch in anderen Ländern bereits Proteste und Ausschreitungen im Namen von Luther und der Klimaschutzbewegung ausgebrochen sind.
„Rebellion für das Leben – hier stehe ich, ich kann nicht anders“ lautet der Leitspruch, den die Gruppierung in Anlehnung an Luthers berühmte Worte geprägt hat. Experten fürchten nun, dass die ehrenwerte Figur des Reformators für radikale Zwecke instrumentalisiert werden könnte. Schließlich sei Luther für seine revolutionären Schriften und für ein radikales Umdenken in der Kirche bekannt.
Die Worte des Klimaaktivisten und Grünen-Politikers Jonathon Porritt fassen die Alarmstimmung in Deutschland und international gut zusammen: „Extinction Rebellion sind die neuen Revolutionäre. Luther hat gezeigt, wie es geht. Jetzt müssen wir es nur noch umsetzen. Die Frage ist nur: Wohin führt uns diese ’neue Reformation‘?“
Befürchtungen und Verdächtigungen werden lauter, dass die Extinction Rebellion unter dem Deckmantel des Klimaschutzes eine eigene politische Ideologie verfolgt und auf eine gewaltsame Umwälzung der bestehenden Ordnung abzielt. Luther wird dabei zu einer Art prophetischen Figur stilisiert, die das Volk gegen die Mächtigen erheben soll.
Doch nicht nur die Regierungen, sondern auch die Kirche selbst scheint in Gefahr zu geraten. Denn von vielen Seiten wird bereits scharf kritisiert, dass in Extinction-Rebellion-Protesten christliche Symbole und Rituale missbraucht werden. Eine Gruppe von konservativen Theologen hat sogar eine Petition gegen den „Luther-Extinction-Rebellion-Kult“ gestartet.
Obgleich sich die Mehrheit der Klimaschutzbewegung von solchen Vorwürfen und Extrempositionen distanziert, ist auch international eine zunehmende Kluft zwischen Klimaschützern und Konservativen zu beobachten. Die Ereignisse rund um die neue Rebellion lassen ahnen, dass der Konflikt in eine neue Dimension vorstoßen könnte.
Wie soll Deutschland auf diese Bedrohung reagieren? Wie lässt sich friedlich und vernünftig gegen den Klimawandel vorgehen? Der Ruf nach Deeskalation und demokratischen Lösungen wird immer lauter. In jedem Fall gilt es, wahre Sprachrohre und schwierige Missverständnisse auf beiden Seiten zu entlarven und in einen offenen Dialog zu treten.
